Wie schaffst du mehr Intimität durch die Empfindungssprache?

 

Beginne mit deinen Gefühlen.

Intimität entsteht, wenn wir über unsere Gefühle sprechen. Was fühlst du im Moment gerade? Und kannst du das ausdrücken?

Als Zuhörer empfangen

Kannst du den Ausdruck der Gefühle deines Partners wertfrei einfach aufnehmen, zuhören und dich für ihren oder seinen Ausdruck bedanken? Falle nicht in die Konditionierung ein, immer eine Antwort, eine Rückmeldung oder einen Ratschlag bereit haben zu müssen.

Interesse zeigen

Frage: Magst du noch mehr dazu erzählen? „Was noch?“ ist das Mantra.

 

Spiegelung.

 

Halte kurz fest, was du gehört hast, ohne Lob und ohne Wertung. „Du …“ Gebe genau wieder, was die andere Person gesagt hat. Mache das nicht mechanisch, sondern intuitiv, dann, wenn es passt.

Indirekte Kommunikation

Wusstest du, dass das, was du denkst und fühlst über die Person und was sie sagt, fühlbar ist für die sprechende Person? Jegliche Verurteilung, Voreingenommensein und Abwertung minimieren die Tiefe und Ehrlichkeit eurer Kommunikation. Achte darauf, ohne Geschichten im Kopf, wirklich zu hören mit deinen physischen Ohren und wirklich zu fühlen mit deinem fühlenden Herzen. Und werde langsamer, wenn du es dir gewohnt bist, reaktiv zu sein.

Die richtige Frage stellen

Wenn du aufmerksam zuhörst und tief mitfühlst, dann bekommst du einen Eindruck, was deinen Partner beschäftigt, was er will, was er nicht will. Und es gibt eine Kunst, die richtige Frage zu stellen, die diesen Wünschen oder Befürchtungen deines Partners Raum gibt. Die richtige Frage kann einen Partner dazu einladen, mehr über seine Wünsche zu erzählen – mehr über seine Vision, seine Sehnsucht, aber auch über seine Ängste. Die richtige Frage zu stellen braucht ein Skill, eine tiefe Wahrnehmung dessen, was in deinem Partner abgeht. Diese tiefe Wahrnehmung ist wie ein Muskel, den wir trainieren mit Body-Electricity-Praktiken und den Prinzipien von Intimität und Eros.

Verurteilung eliminieren

Wir alle urteilen die ganze Zeit. „Das ist gut für mich, das ist nicht gut für mich, das ist wichtig, das ist nicht wichtig.“ Das ist ein natürlicher Prozess, wie wir die vielen Informationen und Reize im Alltag filtern. Nun machen wir das auch mit unseren Liebsten, mit unseren Kindern und unseren Kunden. Wir urteilen und verurteilen, manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Jedes dieses Urteils, sei es auch nur ein schönes Urteil – „Oh, du bist so wundervoll“, „Oh, du bist so schön“, „Oh, du bist so sexy“ – kannst du dir vorstellen, ist wie eine energetische, unsichtbare Wand, die wir zwischen uns und unserem Partner aufbauen. Warum? Weil Interpretationen, Urteile oder Verurteilungen sowie auch Bewunderung Projektionen sind von unserer eigenen Sichtweise.

Nutze die Gelegenheit, Intimität auszutauschen

Erzähle deinem Partner einen Moment, vielleicht während eines Gesprächs, der dich besonders berührt hat, getriggert hat, gestört hat oder zum Nachdenken gebracht hat, und erzähle, was das mit dir zu tun hat. Was du damit machst, ist die Distanz, die Verurteilung zwischen euch zu eliminieren, und du machst das Thema zu deinem Thema. Denn wir sehen die Welt und unseren Partner zu 100 % so, wie wir über uns, über das Leben und über den Partner denken. Sehr oft hat es wenig mit ihm oder ihr zu tun. So eliminieren wir Projektion, Bewunderung und Verurteilung, und die Intimität ist so tief, wie sie nur sein kann.